Dividendenkönigin pbb

Deutsche Pfandbriefbank WKN: 801900 ISIN: DE0008019001 (Stand 30.10.2022)

Die Deutsche Pfandbriefbank gehörte eigentlich nie zu den Lieblingen in den Aktiendepots. Entstanden ist sie aus der Vereinigung der Hypo Real Estate Bank AG und DEPFA. Bei so einem Elternhaus standen Anleger der neuen Bank kritisch gegenüber. Auch aus Angst die Pfandbriefbank müsste noch für Verbindlichkeiten der Vorgänger geradestehen. Auch der langfristige Chart verursacht keine Freudentänze. Die Aktie notiert unter dem Ausgabekurs vor 2015. Vor dem Corona bedingten Kurseinbruch konnte man sich aber über hohe Dividendenausschüttungen und Kurssteigerungen erfreuen.

Aktuell sind die Bereiche Banken und Immobilien an der Börse unter Druck und die pbb vereinigt zudem beide Bereiche. Die Bank ist aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen europäischen Ländern aktiv und ist Geldgeber für Bau- und andere Immobilienprojekte von großen Unternehmen und Institutionen. Der größte Einzelaktionär war seit 2015 der deutsche Staat. Dessen Anteil ist aber inzwischen stark gesunken und will seinen Restbestand völlig verkaufen.

Seit den Höchstständen im Mai hat die Aktie gut 30 Prozent an Wert verloren. Grund sind das allgemeine Marktumfeld und natürlich auch die schlechteren Ergebnisse. Das Ergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr lag bei 97 Millionen und im zweiten nur bei 92. Auch das Ergebnis je Aktie ist von 0,66 auf 0,62 gefallen. Die Zahlen zeigen auch das der Kurs weit mehr leiden musste als die tatsächlichen Ergebnisse. Der Markt sieht hier noch eine ungewisse Zukunft. Dieser Pessimismus kann aber auch eine gute Einstiegsgelegenheit sein. Ein niedriges KGV von um die sieben und eine zu erwartende Dividende von über zehn Prozent bei einer guten Eigenkapitalquote sind allemal ein Blick wert.

Achtung: Die Informationen stellen keine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung des vorgestellten Wertes dar.

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